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Dienstleistungen

In langjähriger Zusammenarbeit mit unseren Kunden entstand ein enormer Erfahrungsschatz, hohe Expertise liegt vor bei:

  • Kunststoffverarbeitungsaufgaben: Spritzguß, Extrusion, Kalander
  • Schneidwerkzeugen für unterschiedlichste Anwendungen
  • Werkzeugen für die Metallumformung
  • Lebensmittelaufarbeitung u.a. Messer, Maschinenbau und Extrusion
  • dekorative Oberflächenveredelungen
  • Maschinenbau Anwendungen

Beschichten

Beschichten ist das „Einfrieren“ einer optimalen Werkzeug- / Bauteiloberfläche. 

Optimale Ergebnisse werden mit der richtigen Beschichtung + Schichtfunktionalisierung erzielt.

Wir sind in der Lage unterschiedlichste Oberflächen herzustellen bzw. aufzuarbeiten.

 

P.O.S. bietet Beschichtungen folgender Verfahren an:

  • PVD Beschichtungen; Physical Vapour Deposition
    TiN, CrN, TiAlN, CrAlN, etc
  • Autokatalytische Überzüge
    Chemisch Nickel und NiP-PTFE
  • PACVD-DLC

POS bietet folgende Beschichtungen an:

  TiN TiCN CrN CrN-Ox TiAlN CrAlN Fortis
Mikrohärte [HV 0,05] 2500 3000 2200 2200 3300 3300 bis zu 1400
max. Anwendungstemp. [°C] 600 400 700 700 800 900 400
Reibwert gegen Stahl 0,5 0,4 0,35 0,35 0,55 0,4 NA
Schichtdicke / Difusionstiefe 2-3µm 2-3µm 2-3µm 4-8µm 2-3µm 2-3µm 20-50µm
Beschichtungstemp. [°C] 180-450 300-450 180-450 180-450 180-450 450 380
Schichtaufbau Monolayer mehrlagig-gradiert Monolayer Monolayer +
Decklage
mehrlagig-gradiert Monolayer Diffusion
Schichtfarbe gold blau-grau silbergrau multicolor   anthrazit anthrazit NA

Schicht Funktionalisierung

PLUS – Behandlung (z.B.CrN-PLUS)
geeignet für: alle PVD Beschichtungen und Fortis
Ziel: Einlaufverhalten und Reibung optimieren
Verfahren: maschinelles Läppstrahl-Polieren
Einschränkung: Innen bei kleinen Abmessungen
T – Behandlung (z.B.CrN-T)
geeignet für: alle PVD Beschichtungen und Fortis
Ziel: Einlaufverhalten, Reibung und Entformung optimieren
Verfahren: Einpolieren in die Oberfläche nach der Beschichtung
Einschränkung:

beständig bis 300°C, 
nicht US und Trockeneisstrahl beständig

TS – Behandlung (z.B.CrN-TS)
geeignet für: alle PVD Beschichtungen und Fortis
Ziel: Einlaufverhalten, Reibung und Entformung optimieren
Verfahren: Politur und Auftrag
Einschränkung:

beständig bis 450°C

basf-logo-darkblue-green_logoErgebnis aus der Praxis

Entformungskräfte nach T- Behandlung

Untersuchung durch BASF: „Entformungskräfte  TPU-Verarbeitung unterschiedlichen Form-Veredelungen“

Oberflächenstruktur

Manuelle Politur „Made bei P.O.S.”

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  • Aufarbeitung und Optimierung vorhandener Form-Polituren
  • Strichpolitur als Funktionspolitur für Metall-Umformwerkzeuge und Kunststoff-Extrusionsanwendugen
  • Entformung unterstützende Politur für Kunststoffspritzguss
  • Formpolitur „Technischer Glanz” u.a. beim Metalldruckguss

Läpp Polier-Anlage

Läpp Polier-Anlage

Läpp-Polier Anlage

  • Ein elastisches Spezial-Medium, welches mit Diamantstaub versetzt wird, gleitet mit hoher Geschwindigkeit über die zu bearbeitende Oberfläche, ohne diese geometrisch zu verändern
  • Gleichmäßige Bearbeitung aller Flächen
  • Geeignet für Vor- / Nach-Behandlung von PVD-Beschichtungen und Fortis behandelten Flächen
  • Ersetzt keine Grundpolitur

 

Tribo Finish-Anlage

Tribo Finish-Anlage

Tribo-Finish Anlage

  • chemisch beschleunigter Gleitschleifprozess durch ein spezielles Beiz- Compound
  • je nach Ausgangsrauheit lassen sich Ra-Werte < 0,05 erzielen
  • Kanten werden nicht überproportional verrundet wie es beim Standardverfahren mit abrasiven Schleifkörpern der Fall ist
  • Reduzierung von Rauheit und Erhöhung des Glanzgrads von Massenteilen

MIKROSTRAHLEN

Mikrostrahlen von POS

Mikrostrahlen

  • Oberflächenstrukturierung
  • definierte Einstellung des Oberflächen-Traganteils
  • Mattieren von Formwerkzeugen
  • Gezielte Kantenverrundung
  • Verbesserung von Gleiteigenschaften
  • Entfernung von Oxidschichten

Die erfahrenen Mitarbeiter in unserm Politur- und Mikrostrahl-Bereich übernehmen gerne die Verantwortung um das Zusammenspiel zwischen Oberflächenstruktur und Verschleißschutzbeschichtung zu optimieren.

Eine definierte Rauheit der Oberfläche macht Sinn. Es gilt einerseits den Traganteil der Oberfläche und damit die Reibung zu reduzieren. Die Rauheit darf aber auch nicht zu hoch sein, es könnten extreme punktuelle Belastungen entstehen. Der optimale Kompromiss wird von uns gefunden, berücksichtigt werden dabei das Werkzeugmaterial und der umzuformende Werkstoff.

Ergebnis aus der Praxis

BACKPULVERSTRAHLEN
  • starke Beläge und lose Bestandteile der Erodierhaut können Schichthaftung beeinträchtigen
  • Backpulver Strahlen kann diese Beläge sehr effektiv entfernen ohne eine Veränderung der Oberflächenstruktur (Mindesthärte erforderlich)
  • geeignet für strukturierte bzw. Hochglanz Flächen
  • nicht geeignet zur Entfernung von Korrosion
Backpulver Strahlen

Backpulver Strahlen

Fortis

hammer-ei-ausschnittWas nutzt die härteste Beschichtung, wenn diese wie eine harte Eierschale durchbrochen werden kann?

Fortis panzert die Oberfläche im Randbereich in die Härteregion von Hartmetall und stützt so hervorragend die harten PVD-Beschichtungen.

  • Fortis erhöht die Randhärte bzw. die Stützfunktion der Oberfläche ohne die Bruchgefahr zu erhöhen
  • ausgezeichneter Kratzerschutz, auch für Hochglanzoberflächen
  • Verkratzungen durch Überlast sind nicht tief und können schnell und einfach entfernt werden
  • kein Schichtauftrag – dringt in die Oberfläche ein
  • Schutz einer dünnen PVD / DLC Verschleißschutzschicht bei hohen punktuellen Belastungen
  • Verdichtung und Homogenisierung der Oberfläche
  • führt zu verbesserter Polierbarkeit

Neue Plasma-Diffusions-Behandlung bei max. 380°C
bis 50µm Eindringtiefe mit bis zu 1.400 HV0,1 Oberflächenhärte

Ergebnis aus der Praxis

Fortis in der Elastomerverabeitung
  • Rückstände des Elastomer werden häufig mittels Strahlen entfernt. Dadurch leiden die Kanten der Kontur
  • Testbedingungen: 
    • zwei Platten aus 1.2343 – eine davon Fortis diffusionsbehandelt
    • Strahlen 1 Stunde bei ca. 3 bar mit Glasperlen 70-110µm 
  • Vergleichendes Ergebnis: 
    • der Kanten- und Flächenstabilität wurde erheblich verbessert
    • Nebeneffekt: unerwarteter Weise scheint sich auch die Korrosionsbeständigkeit verbessert zu haben. 
      Wir würden allerdings davon abraten eine generelle Verbesserung des Korrosionsverhalten zu erwarten.

Plasmanitrieren

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Plasmanitrierofen

  • Plasmanitrieren (auch bekannt als Ionitrieren, Puls-Plasmanitrieren) ist ein thermochemisches Wärmebehandlungsverfahren
  • es steigert die Zuverlässigkeit und Verschleißfestigkeit mechanisch beanspruchter Metallbauteile
  • die Dauerfestigkeit von Werkstoffen wird auf schonende Art deutlich verbessert
  • es erfolgt eine chemische Randschichtumwandlung durch Eindiffusion von Stickstoff, es werden Nitride ausgebildet
  • Steigerung der Oberflächenhärte und einer deutlich verbesserten Beständigkeit gegen Verschleiß.
  • die Behandlung der Werkzeuge und Bauteile erfolgt im Vergleich zu konventionellen Härteverfahren bei deutlich niedrigeren Temperaturen

Plasma-Diffusions-Behandlung

bei ca. 500°C

NHT 0,1 bis 0,2mm

Oberflächenhärte bis zu 1.200 HV10

Vergleich Fortis gegenüber Plasmanitrieren

Beide Verfahren sind thermochemische Randschichtverfahren und optimieren die Oberflächeneigenschaften durch Anreichern von Atomen in der Randschicht.

  Plasmanitrieren Fortis
(Mikro-) Oberflächenhärte,  +++  ++++
Nitrierhärtetiefe NHT  +++  +
Einfluß auf das Korrosionsverhalten  – – 0
Kantenversprödung  – – –  0
Anwendung Bauteilen, Serienteilen  +++  +
Anwendung bei Metallumformwerkzeugen  +  +++
Anwendung bei Kunststoffverarbeitungswkz  0  +++
Reparatur-Schweißbarkeit  –  ++
hochglanzpolierte Werkzeuge  –  +++
Stützwirkung für PVD-Beschichtungen  +++  +++
partielle Behandlung möglich  ++  ++
Maßhaltigkeit  +  +++
Reproduzierbarkeit des Schichtaufbaus  +  +++
Medienverbrauch, Umweltfreundlichkeit  +++  +++

Chemisch Nickel

  • fassbender22-07-08-033autokatalytische Nickel-Phosphor-Legierungs-Überzüge nach EN ISO 4527
  • Nickel-Phosphor (NiP)
    • P > 12 Gew. %
  • Dispersionslegierung NiP + PTFE
    • Phosphor  9-11%
    • PTFE 18-25%
  • Tempern / Wärmebehandeln zur:
    • Verbesserung Haftfestigkeit
    • Steigerung der Härte / Verschleißschutz
    • Eigenspannungssenkung
    • Reduzierung der Wasserstoffversprödung

Anwendungen von Chemisch Nickel

  • Korrosionsschutz
  • Konturgetreue Maßkorrektur
  • stützender Unterbau von PVD Schichten
  • Kombi-Schicht (NiP+CrN) als Verschleißschutz bei z.B. Werkzeugen aus NE-Metallen

Eigenschaften

  NiP NiP-PTFE
Mikrohärte 500 HV0,05 380 HV0,05
Härte nach dem Tempern 940 HV0,05  
Prozesstemperatur 80-90°C 80-90°C
Max. Anwendungstemp. 800°C 300°C
Schichtdicke 3-50 µm 3-20 µm
Schichtstruktur Amorph Mikro strukturiert

Schichtsysteme für dekorative Anwendungen

Dekorative Niedertemperatur PVD Beschichtungen auch für Medizintechnische Anwendungen.

  Gold Hellgold Messing Silber Champagner Bronze Blau Anthrazit
Mikrohärte 2500 HV 2500 HV 2500 HV 2200 HV 2500 HV 3300 HV 3300 HV 3300 HV
Max. Temperatur  600°C 600°C 600°C 700°C 600°C 800°C 800°C 800°C
Biokompatibel nach 10993/5 Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja Ja
Schichtdicke 2 ± 0.5 µm 2 ± 0.5 µm 2 ± 0.5 µm 2 ± 0.5 µm 2 ± 0.5 µm 2 ± 0.5 µm 1.5 ± 0.5 µm 2 ± 0.5 µm
Beschichtungstemp. 200°C 200°C 200°C 200°C 200°C 200°C 200°C 200°C

DLC-Schichtsysteme

Es gibt eine Vielzahl von DLC-Beschichtungen, mit unterschiedlichen Eigenschaften und für unterschiedliche Einsatzzwecke

Vorteile von DLC-Beschichtungen sind

  • Sehr hohe Härte, gegen Abrasivverschleiß
  • Reduzierung von Reibung, gegen Fressverschleiß
  • Inert und dicht gegen Korrosion

Mögliche Anwendungen

  • Umformung von NE-Metallen
  • Trockenlauf bei Kunststoffspritzgusswerkzeugen
  • Maschinenbau
  • Zerspanung von Graphit bzw. glasfaserverstärkten Verbundstoffen

 

Für DLC-Beschichtungssysteme gilt:

Nicht immer ist härter  =  besser !

Es gibt eine Vielzahl von DLC-Beschichtungen, mit spezifischen Eigenschaften für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke.

Wir wählen für Ihre Anwendung die passende
DLC-Beschichtung aus.